
Sortentypizität und Lagencharakteristik formen Gewächse mit individuellen Ausprägungen – freilich erzielt durch entsprechende vorherige Sorgfalt. Oft gehen wir mit der Hand durch die Rebzeilen und reduzieren mehrmals den Ertrag, um am Ende im Herbst zwar wenige Trauben zu ernten, die dafür aber das Optimum dessen in sich tragen, was die Natur auf diesem Stück Erde zu vergeben hatte. Weil Wein im Weinberg entsteht, greifen wir im Keller nur dann ein, wenn es wirklich notwendig ist. Lange Lagerung auf der Feinhefe nach der kontrollierten Gärung ist bei uns selbstverständlich, um dem Wein Zeit zu geben, zur Ruhe zu finden.
Das Einhorn steht als Sinnbild für Jungfräulichkeit, Beherztheit und Kampfeslust. In moderner Interpretation münzen wir das in Rebsortentypizität, konsequentes Qualitätsstreben und den Willen zur beständigen Weiterentwicklung um. Heute versinnbildlicht das Wappentier geringste Erträge, die tägliche Arbeit für gesundes Lesegut und einen ganz individuellen Ausbau. Es sind nicht in jedem Jahr die gleichen Weine oder Rebsorten, die die Spitze unseres Sortiments ausmachen – dafür sind die Jahrgänge einfach zu unterschiedlich. Und vielleicht sind es ja gerade diese nicht immer vorhersehbaren Launen und Unwägbarkeiten der Natur, die es auch für uns so herausfordernd, so spannend machen. Dazu gehört für uns natürlich auch der Anspruch, auch in kleineren, schwierigen Jahren mit allem Einsatz das Optimum an Qualität zu erreichen.

Der Boden ist unser wichtigstes Kapital und das soll so bleiben. Bereits seit 35 Jahren arbeiten wir mit Pferden im Weinberg, aber jetzt wollen wir es doch mal genau wissen. Wie wirkt sich das auf den Wein aus.Drei Weinberge werden deshalb nur mit tierischer und menschlicher Muskelkraft bearbeitet. Wir geben zu, das ist nicht einfach und äußerst schweißtreibend, doch wir freuen uns schon auf das Ergebnis im Herbst!